© 2018 Rechtsanwalt Max L. Simon

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Änderungskündigung

 

Mit der Änderungskündigung versucht eine Partei, eine Änderung der Arbeitsbedingungen zu ihren Gunsten zu erzwingen. Das bestehende Arbeitsverhältnis wird gekündigt, die Kündigung wird allerdings zeitgleich mit dem Angebot verbunden, ein neues Arbeitsverhältnis mit geänderten Bedingungen zu begründen. Sie wird vor allem dann relevant, wenn der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis einseitig ändern möchte, eine Änderung jedoch nicht mehr von seinem Direktionsrecht gedeckt ist. Zudem ist sie im Vergleich zu einer Beendigungskündigung das mildere Mittel, so dass gegebenenfalls die Möglichkeit einer Änderungskündigung vor Ausspruch einer Beendigungskündigung geprüft werden muss. Eine mögliche, aber nicht ausgesprochene Änderungskündigung führt hiernach zur Unwirksamkeit einer stattdessen ausgesprochenen Beendigungskündigung.

Wird eine Änderungskündigung ausgesprochen, hat der Arbeitnehmer – bei bestehendem allgemeinen Kündigungsschutz – mehrere Möglichkeiten: Er kann das Änderungsangebot unter dem Vorbehalt annehmen, dass sich diese Änderung als sozial gerechtfertigt erweist. In einem möglichen Gerichtsverfahren kann er isoliert die veränderten Bedingungen angreifen. Verliert er den Prozess, behält er nach § 2 KSchG seinen Arbeitsplatz, allerdings zu den neuen Bedingungen. Das Prozessrisiko ist auf die Änderung der Arbeitsbedingungen beschränkt. Er muss nicht den Verlust seines Arbeitsplatzes befürchten, wenn er sich gegen eine Änderungskündigung gerichtlich zu Wehr setzt. Die Änderungskündigung unterliegt grundsätzlich auch den Beschränkungen einer Beendigungskündigung.

Wie bei jeder Kündigung gilt es auch hier, die maßgebliche 3-Wochen-Frist des § 4 KSchG zu beachten, innerhalb derer ein betroffener Arbeitnehmer sich gegen die Kündigung gerichtlich wehren muss. Wird diese Frist versäumt, wird grundsätzlich auch eine an sich unwirksame Kündigung wirksam. Nur in Ausnahmefällen ist eine verspätete Anrufung des Arbeitsgerichts noch möglich. 

Leistungen im Überblick:

  • Sollte man Ihnen eine Änderungskündigung in Aussicht gestellt haben oder haben Sie bereits eine solche erhalten, berate ich Sie gerne zu den Erfolgsaussichten einer (Änderungs-)Kündigungsschutzklage.​

  • Außerdem prüfe ich in diesem Zusammenhang gerne eine Ihnen angetragene Aufhebung oder Abfindung.

Lexikon: Arbeitsrecht

» Abfindung

» Abmahnung

» Änderungskündigung

» Arbeitszeugnis

» Aufhebungsvertrag

» Außerordentliche Kündigung

» Betriebsbedingte Kündigung

» Direktionsrecht

» Druckkündigung

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» Personenbedingte Kündigung

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» Verdachtskündigung

» Verhaltensbedingte Kündigung

Die auf dieser Seite enthaltenen Texte und Tipps dienen lediglich der Information. Sie können keine Rechtsberatung ersetzen, da hierfür immer eine Prüfung des Einzelfalles und aller Detailfragen notwendig ist. Die bereitgestellten Informationen können und sollen keine anwaltliche Beratung ersetzen. Für die bereitgestellten Inhalte wird keine Haftung übernommen.