© 2018 Rechtsanwalt Max L. Simon

  • Facebook Social Icon
  • LinkedIn Social Icon
  • Google+ Social Icon

Außerordentliche Kündigung

Als regelmäßig fristlose Kündigung führt die außerordentliche Kündigung gem. § 626 Abs. 1 BGB zur sofortigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Allerdings kann auch die außerordentliche Kündigung mit einer sozialen Auslauffrist ausgesprochen werden. Diese muss nicht mit gesetzlichen, tariflichen oder im Arbeitsvertrag vereinbarten Kündigungsfristen korrespondieren.

 

Zur ihrer Wirksamkeit bedarf es für eine außerordentliche Kündigung immer eines „wichtigen Grundes“. Sie kann nur wirksam ausgesprochen werden, wenn Tatsachen vorliegen, aufgrund derer dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zum Zeitpunkt seiner vereinbarten Beendigung nicht zugemutet werden kann. Diesem Erfordernis unterliegt die arbeitnehmerseitige und arbeitgeberseitige fristlose Kündigung gleichermaßen.

Außerdem müssen außerordentliche Kündigungen innerhalb einer Zwei-Wochen-Frist ausgesprochen werden, § 626 Abs. 2 BGB. Der Kündigende hat die fristlose Kündigung innerhalb von zwei Woche zu erklären, nachdem er von den für die Kündigung maßgebenden Tatsachen Kenntnis erlangt hat. Versäumt er diese Frist ist die fristlose Kündigung – zumindest gestützt auf diese Tatsachen – unwirksam.

Wie bei jeder Kündigung gilt es auch hier, die maßgebliche 3-Wochen-Frist des § 4 KSchG zu beachten, innerhalb derer ein betroffener Arbeitnehmer sich gegen die Kündigung gerichtlich wehren muss. Wird diese Frist versäumt, wird grundsätzlich auch eine an sich unwirksame Kündigung wirksam. Nur in Ausnahmefällen ist eine verspätete Anrufung des Arbeitsgerichts noch möglich. 

Leistungen im Überblick:

Sollte eine außergerichtliche bzw. fristlose Kündigung ausgesprochen worden sein, berate ich Sie gerne zu den Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage.

Lexikon: Arbeitsrecht

» Abfindung

» Abmahnung

» Änderungskündigung

» Arbeitszeugnis

» Aufhebungsvertrag

» Außerordentliche Kündigung

» Betriebsbedingte Kündigung

» Direktionsrecht

» Druckkündigung

» Freistellung

» Kündigung

» Kündigung im Mutterschutz

» Kündigungsfrist

» Kündigungsschutz für Arbeitnehmer

» Kündigungsschutz in der Elternzeit

» Kündigungsschutzklage

» Mobbing, Bossing & Straining

» Ordentliche Kündigung

» Personenbedingte Kündigung

» Sperrzeit

» Verdachtskündigung

» Verhaltensbedingte Kündigung

Die auf dieser Seite enthaltenen Texte und Tipps dienen lediglich der Information. Sie können keine Rechtsberatung ersetzen, da hierfür immer eine Prüfung des Einzelfalles und aller Detailfragen notwendig ist. Die bereitgestellten Informationen können und sollen keine anwaltliche Beratung ersetzen. Für die bereitgestellten Inhalte wird keine Haftung übernommen.