© 2018 Rechtsanwalt Max L. Simon

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Berufsunfähigkeitsversicherung

 

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Unterart der sog. Personenversicherung. Sie deckt die Risiken ab, die infolge von gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu einer vorzeitigen Berufsunfähigkeit führen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung dient zur Absicherung der gesundheitsbedingten Einbußen und gewährt eine Berufsunfähigkeitsrente, deren Höhe durch die Versicherungsbedingungen bestimmt wird. Bei Fragen und Problemen rund um das Thema ist es besonders wichtig, sich durch einen erfahrenen Anwalt für Berufsunfähigkeitsversicherungen beraten zu lassen!

 

Begriff der Berufsunfähigkeit

Der Begriff der Berufsunfähigkeit ist in § 172 Absatz 2 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) definiert. Danach ist berufsunfähig,

„wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann“.

 

Nach § 172 Absatz 3 VVG kann als weitere Voraussetzung für die Leistungspflicht des Versicherers vereinbart werden,

„dass die versicherte Person auch keine andere Tätigkeit ausübt oder ausüben kann, die zu übernehmen sie auf Grund ihrer Ausbildung und Fähigkeiten in der Lage ist und die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht“.

Danach setzt sich der Begriff der Berufsunfähigkeit aus zwei Elementen zusammen: Einer gesundheitlichen Beeinträchtigung und der Berufsbezogenheit dieser Beeinträchtigung. Der Versicherungsnehmer muss außerstande sein, seinen Beruf oder – falls dies im Vertrag vereinbart worden ist – eine vergleichbare Tätigkeit auszuüben.

 

Dauerhaftigkeit der Berufsunfähigkeit

Die Berufsunfähigkeitsversicherung stellt auf eine dauerhafte Berufsunfähigkeit ab. Hier können sich schwierige juristische Fragestellungen ergeben, z.B. welche Behandlungsmaßnahmen der Versicherte ergreifen muss oder wie der Grad der Berufsunfähigkeit einzustufen ist.

 

Verweisung auf andere Tätigkeit

Auch die Frage, ob ein Verweisberuf – also ein vergleichbarer Beruf – dem Versicherungsnehmer zugemutet werden kann und dadurch gegebenenfalls keine Ansprüche gegen die Versicherung bestehen, kann trickreich sein. Der Anspruchsteller, also der Versicherungsnehmer, ist hierfür beweispflichtig. Es gibt hier eine fast unüberschaubare Vielfalt an Urteilen, welche sich mit der Verweisung auf einzelne Berufe und der Frage ob diese seitens des Versicherers zulässig sind. Eine genaue Prüfung des Einzelfalls ist hier unabdingbar.

 

Sind Sie vom Eintritt einer Berufsunfähigkeit bedroht oder ist diese bereits festgestellt, ist zunächst zu überprüfen, in welchem Stadium sich die Leistungsprüfung mit der Versicherung befindet. Je nachdem, ob ein Antrag bereits gestellt wurde oder die Versicherung Ihren Leistungsantrag abgelehnt hat, sind bestimmte Fristen einzuhalten und bestimmte Obliegenheiten (Pflichten) von Ihnen zu erfüllen.

 

Wichtig ist daher sich zunächst ein umfassendes Bild von der Situation machen. Dazu benötige ich von Ihnen alle im Zusammenhang mit dem Versicherungsfall vorliegenden Unterlagen, wie etwa den Versicherungsschein, die Versicherungsbedingungen und ärztliche Befunde. Auch die bisher geführte Korrespondenz ist vorzulegen, um Ihnen eine erste Einschätzung geben zu können. Welche Unterlagen im Einzelnen einzureichen sind klären wir in einem ersten gemeinsamen Gespräch.

Entsprechend Ihren Wünschen und wenn es aus anwaltlicher Sicht vertretbar ist, kann ich auch zunächst nach außen nicht in Erscheinung treten oder aber auch von Anfang an direkt mit Ihrer Versicherung verhandeln oder Sie beim Antragsprozess unterstützen.

 

Leistungen im Überblick:

 

  • Prüfung ob Sie Anspruch auf die versicherten Leistungen im Rahmen Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung haben

  • Unterstützung und Begleitung Ihres Antragsprozesses

  • Durchführung von Verhandlungen mit Ihrem Versicherer

  • Gerichtliche Durchsetzung Ihrer berechtigten Ansprüche gegenüber Ihrer Versicherung

Lexikon: Versicherungsrecht

» Berufsunfähigkeitsversicherung

» Unfallversicherung

» Widerruf Lebens- & Rentenversicherung

» Vorvertragliche Anzeigepflicht

» Krankentagegeld vs. Berufsunfähigkeit

Die auf dieser Seite enthaltenen Texte und Tipps dienen lediglich der Information. Sie können keine Rechtsberatung ersetzen, da hierfür immer eine Prüfung des Einzelfalles und aller Detailfragen notwendig ist. Die bereitgestellten Informationen können und sollen keine anwaltliche Beratung ersetzen. Für die bereitgestellten Inhalte wird keine Haftung übernommen.